28. Tag – Fell in love with a Zebrù

Strecke: Schaubachhütte (2581m) – Suldenspitz Gletscher (3375m) – Bergstation Schaubach (2581m) – Talstation Sulden (1920m) –  Payerhütte (3029m)

Heute mache ich’s kurz. Ich bin jetzt schon ein bisschen platt. Es war ein langer Tag voller Höhenmeter. Vielleicht ergänze ich den Beitrag noch ein andermal. Morgens bin ich mit Roman, einem wirklich tollen, sehr erfahrenen Bergführer und einem älteren Ehepaar aus der Region Berlin auf die Suldenspitze gegangen. Es war eine imposante aber technisch unschwierige Gletschertour und wir waren sehr gemächlich unterwegs.

Schon unterwegs habe ich mich verliebt. In den Gran Zebrú, diese majestätische Spitze, die neben dem Ortler aufragt. Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist, aber irgendwie hat der Berg eine Energie, die mich anzieht. Leider ist der Gipfel derzeit nicht wirklich gut machbar. Roman zeigte mir unterwegs den eigengtlichen Weg hinauf und der führt gerade direkt über eine fast senkrechte Wand aus Blankeis. Ich muss wohl im Frühsommer nächstes Jahr wieder kommen, dann ist es vielleicht (mit Schnee) besser machbar, sagt Roman. Der zeigte mir auch die verschiedenen Zustiege zum Ortler und da fing es auch schon an zu kribbeln…

Der Gipfel der Suldenspitze ist eher flach als spitz. Aber man hat eine großartige Aussicht und sieht außer dem Ortler, der Königsspitze und dem Zebru auch hinüber zum Cevedale. Direkt als wir oben ankamen kreisten majestätisch zwei riesige Bartgeier über uns. Das war wirklich ein magischer Moment, den ich nie vergessen werde.

Als wir wieder, nach einem ruhigen Abstieg, bei der Schaubachhütte waren, stand mein Entschluss schon fest: noch am selben Tag auf der anderen Seite zur Payerhütte aufzusteigen und mein Glück zu versuchen dort eine gute Seilschaft und / oder einen Bergführer mit einem Platz zu finden um morgen auf den Ortler zu gehen.

Es hat geklappt. Mit Hummeln im Arsch bin ich nach einer kurzen Pause Nachmnittags noch die knapp 700 Höhenmeter zur Payerhütte hochgestürmt. Eine beeindruckende Hütte, die direkt auf dem Fels thront, hinter sich die Anfänge des Ortler Gletschers. Dann habe ich Joseph gefunden, über Joseph auch Bergführer Markus und nach einem spektakulären Sonnenuntergang gehe ich jetzt ins Bett um morgen um 5 Uhr loszustürmen Richtung Ortlergipfel. Hab ich ein Schwein!! Jippie!!

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