53. Tag – Sonne und gute Musik

Ort: Cabane des Dix (2928m)

Ach, das hat so gut getan. Ich habe im Lager geschlafen und obwohl ich wie üblich um 6 Uhr aufgewacht bin, habe ich bis um 10 Uhr weitergedöst.

Das Wetter ist perfekt. Aber anstatt mich darüber zu ärgern, dass ich es nicht für eine Hochtour nutzen kann, freue ich mich heute darüber lange auf der Terrasse in der Sonne zu sitzen und zu schreiben. 

Am Nachmittag habe ich fast zwei Stunden lang Yoga gemacht und dabei noch entdeckt, dass mein Fußgelenk vorne etwas knarzt. Also werde ich mich auch dem intensiv widmen während meiner Zeit hier. Viel cremen, vorsichtig dehnen und mobilisieren, und ein bisschen Terraband und Blackroll für Oberschenkel und Rücken.

Daniel und seine Ma sind sehr sympathisch und unkompliziert. Es macht mir auch Spaß Französisch zu sprechen. Ich konnte ein bisschen helfen, aber viel gibt es noch nicht zu tun. Am Samstag werden mehr Gäste da sein, dann kann ich vielleicht mehr anpacken. Ich durfte meine Wäsche mit in die Maschine  werfen. Es ist ein großartiges Gefühl endlich wieder wirklich gründlich gewaschene Klamotten zu haben. Handwäsche in kaltem Wasser in allen Ehren, aber eine Waschmaschine ist schon was feines.

Ich habe ziemlich viel mit Nanouk gespielt, einem kleinen Husky. Er ist vier Monate alt und wie ein kleines Wollknäuel. Gerade hat er Zähne bekommen, die sehr spitz sind und er hat sie noch nicht ganz unter Kontrolle… aber ich lerne ein bisschen wie man mit ihm umgehen soll damit er es schnell lernt. Es macht großen Spaß mit ihm Fußball mit einer Plastikflasche zu spielen und mich darüber kaputt zu lachen wie er über seine tapsigen kleinen Beine fällt dabei.

Abends habe ich noch mit Daniel und seiner Freundin Laura gesessen, die nachmittags hoch kam. Wir teilen den selben Musikgeschmack und ich merke wie mir Musik hören gefehlt hat. Nanouk ist inzwischen mitten im Gastraum eingeschlafen. Wie ein Baby habe ich ihn schlafend in sein „Bett“ gelegt. Er hat sich nur ein bisschen gestreckt und einmal gegähnt und dann hat er selig weitergeschlummert und wahrscheinlich von Plastikflaschen geträumt. 

Ich hingegen schlafe heute endlich mal wieder draußen. Es ist recht windstill und auch nicht allzu kalt. Außerdem wird der Himmel sternenklar sein und die Luft auf den knapp 3000m ist voll von dem, was ich gerade brauche. Hier oben erhole ich mich mit Sicherheit schneller als unten im Tal. Und hier fühle ich mich so wohl, dass ich am liebsten bleiben würde.

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